Samstag, 12. August 2017

Rezension: Lisa McAbbey - Der Spion mit dem Strumpfband

© Bastei Lübbe

Der Spion mit dem Strumpfband

Verlag: Bastei Lübbe
E-Book: 259 Seiten
Preis: 4,99 EUR
Genre: Historischer Roman
ISBN: 978-37325-3595-8
Erscheinungstermin: 02/2017


Ab 16 Jahren


Inhalt:
Clarissa gehörte einst zu den besten Kreisen Londons doch ihr Vater ist tief gefallen. Der Baron ist seiner Spielsucht zum Opfer gefallen und muss nun im Schuldnergefängnis sitzen. Clarissa muss nicht nur ihr eigenes Unterhalt aufbringen sondern auch das für ihren Vater, und irgendwie versuchen die Schulden zu begleichen. Niemand hätte wohl damit gerechnet das sie dies als Spionin für die Spinne erledigt. Gewissenhaft erledigt sie ihre Aufträge doch nun soll sie ein geheimnisvolles Notizbuch des Earls von Hawkhurst besorgen und irgendwie will das nicht klappen. Und dann ist da auch noch diese unerklärliche Anziehung zu dem Earl...

Meinung:
Das Cover ist mal wieder sehr passend. Es ist gleich zu erkennen, das es sich bei dem Buch um einen historischen Roman handeln muss. Und passend zur Geschichte wird das Cover geprägt von einer weiblichen Person in einem wertvollen Kleid. Das sagt schon einiges aus und verrät trotzdem nicht zu viel. Sehr stimmig. Genauso fügt sich der Titel perfekt in dieses Bild. Er ist gut gewählt und macht einfach neugierig.
Tja und diese Neugier wird belohnt. Wie immer bei den Romanen von Lisa McAbbey, war ich von der ersten Sekunde an von der Geschichte gefesselt. Die Autorin trifft einfach den richtigen Ton um historische Romane spannend und ansprechend zu machen.
Man fühlt sich in die Zeit versetzt durch die feinen Beschreibungen. Sie ergeht sich aber auch nicht in Beschreibungen und doch sind es genug das man sich die Umgebung vorstellen kann.
Es sind in meinen Augen aber die Charaktere, die die Bücher mit Leben füllen und einen den Alltag vergessen lassen. Auf einmal weht ein Hauch der Vergangenheit durch die eigene Wohnung und man hat die Geräusche und Gerüche der damaligen Zeit in den Ohren und der Nase.
Mit Clarissa und Hawkhurst hat sie auch wieder zwei wunderbare Charaktere geschaffen.
Bei Clarissa finde ich einfach so interessant was für einen Leben sie führt. Sie war reich geboren und muss nun sehen wie sie überlebt. Sie ist dabei aber nicht bemitleidenswert sondern stark und unabhängig. Sie hat sich ihrem Schicksal gestellt und ist über sich selbst hinaus gewachsen. Anderseits hat sie sich aber auch eine gewisse Unschuld bewahrt.
Dazu bildet der Earl einen wunderbaren Kontrast. Er ist ernst, nüchtern und zielstrebig. Er verbringt viel Zeit damit für die Regierung zu arbeiten und man hat den Eindruck, dass es kaum etwas anderes in seinem Leben gibt. Doch Clarissa trifft einen Nerv den er nicht ignorieren kann und der ihn machtlos macht. Sie interessiert ihn weil sie so anders ist und vor allem fragt er sich mit wem er es eigentlich zu tun hat.
Tja und Clarissa trifft immer öfter auf Hawkhurst und lernt ihn immer besser kennen.
Zwischen den beiden spürt man einfach die Verbindung und dennoch fragt man sich wie das alles enden soll denn der Auftrag von Clarissa steht zwischen ihnen. Das hat mich wirklich irre gemacht und mich immer angetrieben weiter zu lesen.
Aber so viel kann ich verraten auch das Ende ist einfach nur gut durchdacht und stimmig.
Ich kenne keine weitere Autorin von historischen Romanen, die es so meisterlich schafft mich zu unterhalten, mich zum Schmunzeln, zum Lachen aber auch zum Mitfiebern zu bewegen. Ich liebe die Bücher von Lisa McAbbey.


Über den Autor:
Lisa McAbbey, geboren 1970 in Wien, hat Rechtswissenschaften studiert und ist für einen internationalen Konzern tätig. Ihre Freizeit verbringt sie mit Schreiben und dem Versuch, ihrem Labradormischling Manieren beizubringen.
Quelle: Bastei Lübbe

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